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Grundbegriffe der Bodenheizung

Diese Seite erklärt die Begriffe, ohne die man die Funktionen nicht versteht. Die Bilder stehen dort nebeneinander, wo es auf den Unterschied ankommt.

Vom Raum zum Heizkreis

Die Bodenheizung baut in Stufen auf – jede Stufe entsteht aus der vorigen:

Ein Raum des Beispielprojekts: die geschlossene Kontur an den Innenkanten der Wände mit Raumstempel (1) – hier schon mit Heizfeld und Heizkreis
Ein Raum des Beispielprojekts: die geschlossene Kontur an den Innenkanten der Wände mit Raumstempel (1) – hier schon mit Heizfeld und Heizkreis
Bild folgtSein Heizfeld: der Raum, um den Randabstand nach innen versetzt (1)
Ein Heizkreis als Schnecke: Vor- und Rücklauf als Spirale nebeneinander (1), Anschluss an der Tür zum Flur (2)
Ein Heizkreis als Schnecke: Vor- und Rücklauf als Spirale nebeneinander (1), Anschluss an der Tür zum Flur (2)
Ein Heizkreis als Mäander: Reihen hin und zurück (1), Anschluss in der Ecke beim Flur (2)
Ein Heizkreis als Mäander: Reihen hin und zurück (1), Anschluss in der Ecke beim Flur (2)

Sie zeichnen nur den Raum. Das Heizfeld und der Heizkreis sind abgeleitet: ändert sich der Raum, entstehen beide mit ihren Werten neu. Das gilt so lange, bis Sie einen Kreis oder ein Feld selbst nachziehen – dann ist er „von Hand“ (siehe Automatisch und von Hand).

Raum

Ein Raum ist eine geschlossene Polylinie mit Raumdaten: Nummer (darf leer bleiben), Name, Raumtemperatur, auf Wunsch der Wärmebedarf in W und der Randabstand seiner Heizfelder. Raumtemperatur und Wärmebedarf sind Angaben für Raumstempel, Kreistext und Liste – gerechnet wird damit nicht. Der Raum hat auch seinen Raumstempel (eine Beschriftung, die ihm folgt). Die Kontur ist die Polylinie selbst: Griffe, SCHIEBEN, KOPIEREN und SPIEGELN von GstarCAD wirken direkt.

Hilfsfläche

Draufsicht: das Bad des Beispielprojekts mit der Dusche als Hilfsfläche in der Ecke (1); das Heizfeld spart sie mit dem Randabstand aus (2)
Draufsicht: das Bad des Beispielprojekts mit der Dusche als Hilfsfläche in der Ecke (1); das Heizfeld spart sie mit dem Randabstand aus (2)

Eine Hilfsfläche ist eine Stelle ohne Bodenheizung: Schacht, Küchenzeile, Einbauschrank, Dusche. Sie gehört zum Raum, in dem sie liegt; das Heizfeld spart sie mit dem Randabstand aus. Ändert sich die Hilfsfläche, entstehen die Felder des Raums neu.

Heizfeld, Randabstand und Teilung

Draufsicht: Wohnen/Essen in zwei Heizfelder geteilt (1, 2) – je Feld ein Heizkreis –, die Teilungslinie mit der Fuge dazwischen (3); oben rechts die Küchenzeile als Hilfsfläche
Draufsicht: Wohnen/Essen in zwei Heizfelder geteilt (1, 2) – je Feld ein Heizkreis –, die Teilungslinie mit der Fuge dazwischen (3); oben rechts die Küchenzeile als Hilfsfläche

Ein Heizfeld ist die Fläche, in der die Rohre liegen: der Raum minus die Hilfsflächen, um den Randabstand nach innen versetzt (ab Werk 100 mm). Eine Nische, die schmaler ist als zweimal der Randabstand, fällt weg; ein schmaler Durchgang trennt zwei Felder.

Einen grossen Raum teilen Sie mit einer Teilungslinie in mehrere Felder auf. Die Teilung gehört zum Raum und bleibt, wenn er sich ändert; zwischen den Feldern liegt eine Fuge in der Breite des Randabstands. Jedes Feld bekommt eigene Heizkreise.

Heizkreis, Vorlauf und Rücklauf

Ein Heizkreis ist ein Rohr vom Verteiler durch das Feld und zurück: der Vorlauf bringt das warme Wasser, der Rücklauf führt es zurück. In der Zeichnung sind es zwei Polylinien – ab Werk in einer Farbe (rot, Layer Heizkreis); getrennt in rot/blau mit einem Haken unter Zahnrad › Darstellung.

Zu jedem Heizkreis gehören:

WertBedeutung
NummerAm Verteiler „Verteiler.Abgang“, etwa 1.03 = Verteiler 1, Abgang 3; ohne Verteiler fortlaufend in der Zeichnung.
FormSchnecke oder Mäander (siehe unten).
VerlegeabstandAbstand der Rohre von Mitte zu Mitte, ab Werk 150 mm.
RohrAussendurchmesser x Wanddicke, ab Werk 16 x 2. Daraus der kleinste Biegeradius 5 × d (16 mm → 80 mm); jeder Bogen hält ihn ein.
AnschlussstelleWo Vor- und Rücklauf das Feld verlassen – automatisch auf der Seite zum Verteiler oder von Hand gewählt.
RandzoneWände, an denen die Rohre enger liegen (siehe unten).
LängeLänge im Feld plus die Anbindeleitungen zum Verteiler.

Schnecke und Mäander

Schnecke (bifilar)Mäander (einfach)
VerlaufVor- und Rücklauf laufen als rechtwinklige Spirale nebeneinander hinein und hinaus; in der Mitte die Wende.Die Reihen laufen hin und zurück, quer zur Anschlusswand.
WärmeNeben jedem warmen Rohr ein kühleres – die Fläche wird gleichmässig warm.Am Anfang wärmer – gut vor Fenstern und im Bad.
AnschlussAn einer Ecke des Felds.Überall an der Wand.
BögenJeder Bogen hält den kleinsten Biegeradius ein; der Ringwechsel liegt in einer Ecke.Wo die Reihen enger liegen, als der Biegeradius erlaubt, macht das Rohr eine Schlaufe statt eines engen Halbkreises.

Ab Werk ist die Schnecke eingestellt. Um eine Stütze oder einen Schacht führen die Rohre herum – es bleibt ein Heizkreis.

Randzone

Bild folgtDraufsicht: ein Heizkreis mit Randzone an der Aussenwand – die Rohre liegen dort enger (1), die Breite der Zone (2), der übrige Teil im normalen Abstand (3)

Vor einer Aussenwand oder einem Fenster liegen die Rohre enger – dort wird es wärmer. Die Randzone hat eine Breite (wie tief sie ins Feld reicht, ab Werk 1 m) und einen eigenen Abstand (ab Werk der halbe Verlegeabstand). Welche Wände dazugehören, wählen Sie je Heizkreis.

Grenzlänge

So lang darf ein Heizkreis höchstens werden – ab Werk 100 m (erlaubt 20 bis 200 m). Wäre ein Kreis im Feld länger, teilt die Bodenheizung das Feld in etwa gleich lange Heizkreise; hat der Raum nur ein Feld, bekommt jeder Kreis sein eigenes Heizfeld. Mit den Anbindeleitungen gerechnet gibt es darüber nur eine Warnung.

Verteiler, Abgang und Zuordnung

Der Verteiler verteilt das Heizwasser auf die Kreise. Er hat je Heizkreis einen Abgang mit Vor- und Rücklauf, einen Kasten (oder keinen) und eine Richtung: die Leitungen verlassen ihn vorne in den Raum oder hinten durch die Rückwand – der Pfeil im Kasten zeigt sie.

Jeder Heizkreis ist einem Abgang zugeordnet. Ein neuer Kreis bekommt von selbst einen freien Abgang des nächsten Verteilers; Heizkreise zuordnen verteilt alle neu, je Verteiler im Uhrzeigersinn an die Abgänge von links nach rechts, so dass sich nichts kreuzt. Eine Zuordnung von Hand bleibt dabei. Ab Werk bekommt der Verteiler so viele Abgänge, wie Kreise an ihm hängen („nach den Heizkreisen“).

Anbindeleitung

Eine Anbindeleitung verbindet den Abgang am Verteiler mit dem Heizkreis – Vor- und Rücklauf immer als Paar im Achsabstand (ab Werk 50 mm). Es gibt drei Arten, sie entstehen zu lassen:

Automatisch: Vor- und Rücklauf aller Kreise als Bündel vom Verteiler (1) über den Flur (2) zu den Kreisen, ohne Kreuzung (3)
Automatisch: Vor- und Rücklauf aller Kreise als Bündel vom Verteiler (1) über den Flur (2) zu den Kreisen, ohne Kreuzung (3)
Bild folgtVon Hand: ein Paar Ecke für Ecke gezogen (1), ein offenes Ende vor dem Kreis (2)
Über einen Erschliessungsweg: der schraffierte Weg im Flur (1) mit seinem Abzweig (2), daneben der Verteiler (3) – die Anbindeleitungen laufen auf dem Weg
Über einen Erschliessungsweg: der schraffierte Weg im Flur (1) mit seinem Abzweig (2), daneben der Verteiler (3) – die Anbindeleitungen laufen auf dem Weg
AutomatischVon HandÜber einen Erschliessungsweg
Wie„Alle Heizkreise eines Verteilers“ oder „Einzelne Heizkreise“„Anbindeleitung von Hand ziehen“, Ecke für EckeAutomatisch, aber entlang des Wegs, den Sie gezeichnet haben
Weggebündelt an der Wand entlang, rechtwinklig, ohne Kreuzungwie Sie ihn klickenim Weg gebündelt, Äste rechtwinklig zum Weg
Folgt Änderungenja – wenn ein Kreis neu verlegt oder der Verteiler verschoben wirdnein – bleibt, wie gezogenja, auch einem geänderten Weg (nach Rückfrage)

Findet die automatische Anbindung keinen Weg um die Heizfelder herum, enden Vor- und Rücklauf gemeinsam vor dem ersten fremden Heizrohr – das nennt die Befehlszeile, „Prüfen“ zeigt es. Weiter geht es von Hand. Mit der Einstellung Anbindeleitungen in der Dämmschicht dürfen sie unter einem Heizfeld durchlaufen. Das Anschliessen ändert nie Heizkreise oder Heizfelder.

Erschliessungsweg

Ein Erschliessungsweg ist eine Skizze: ein Band mit einer Breite (ab Werk 1000 mm), etwa im Flur oder vor dem Verteiler, in dem die automatischen Anbindeleitungen laufen. Seine Fläche ist schraffiert; die Heizfelder sparen ihn aus (nach Rückfrage). Ein Weg darf Abzweige haben. Zwei Wege, die sich berühren oder bis 500 mm nahe kommen, gelten beim Anschliessen als verbunden – Sie müssen nicht genau zeichnen.

Automatisch und von Hand

Heizfelder, Heizkreise und Anbindeleitungen sind abgeleitet: die Bodenheizung bildet sie neu, wenn sich etwas ändert, wovon sie abhängen (Raum, Hilfsfläche, Randabstand, Verteiler, Erschliessungsweg). Ziehen Sie eines davon selbst nach – mit den Griffen, STRECKEN, der Eigenschaftenpalette oder den Werkzeugen –, wird es von Hand: es bleibt dann so, auch wenn sich der Raum ändert. Wo das eindeutig ist, zieht der Partner (Vor- bzw. Rücklauf) mit.

Wieder automatisch (Werkzeuge bzw. Seite Heizkreise) bildet es neu. „Prüfen“ nennt alles, was von Hand ist.

Darstellung und Layer

Jede Objektart liegt auf ihrem eigenen Layer (Raum, Heizfeld, Hilfsfläche, Heizkreis, Vorlauf, Rücklauf, Verteiler, Erschliessungsweg); Farbe, Linienart und Breite kommen ab Werk vom Layer. Namen und Farben der Layer ändern Sie im Layer-Manager von GstarCAD – die Zuordnung bleibt. Einen anderen Layer oder eine eigene Farbe je Art wählen Sie unter Zahnrad › Darstellung … – siehe Darstellung. Allgemeines zu Layern: Layer.

Raumstempel und Kreistext

Der Raumstempel steht im Raum (Nummer und Name, ab Werk die Fläche, im Rahmen). Der Kreistext steht an einem Heizkreis (Nummer, Raum, Flächen, Längen in Rand- und Innenzone, Anbindeleitungen, Länge total). Beide hängen an ihrem Objekt und ziehen mit, wenn es sich ändert; ihr Text folgt den Werten. Was ein neuer Stempel oder Kreistext zeigt, stellen Sie im Zahnrad ein – gesetzte bleiben, wie sie sind. Siehe Beschriften.